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Jana, 39, ungeküsst - Jana Crämer - Buchrezension

Silvia Stangl • 27. Juli 2026

Mit "Jana, 39, ungeküsst" ist heute meine 8. Buchrezension online. Erzählt wird die wahre Geschichte einer jungen Frau, der ich auf Instagram @jana.craemer schon lange folge. Mit viel Mut, ehrlicher Selbstreflexion und einer guten Portion Humor berichtet Jana von ihrem Leben mit Binge Eating sowie weiteren gesundheitlichen Herausforderungen wie Lipödem und anderen Hürden des Alltags.

Lasst euch von der lockeren Art des Buches jedoch nicht täuschen: Hinter den humorvollen Momenten stecken ernste und wichtige Themen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie belastend das Leben mit einer Essstörung sein kann. Gerade deshalb hat mich dieses Buch besonders berührt und beeindruckt.

Collage Neue Wege Neue Möglichkeiten


Jana, 39, ungeküsst

Autor: Jana Crämer

Titel: Jana, 39, ungeküsst
Kategorie: Autobiografie
Seiten:
  246

Lesezeit: Letzter Maitag - an einem Tag.
Dieses Buch habe ich im Wühltisch eines Supermarktes entdeckt. Es hat mich ein wenig überrascht,
dass eine so wertvolle Geschichte dort so günstig angeboten wurde, denn der Inhalt ist definitiv mehr wert als der Preis vermuten lässt.


Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):

"Jana, 39, ungeküsst" erzählt die sehr persönliche und wahre Geschichte von Jana Crämer und ihrem außergewöhnlichen Lebensweg. Offen, ehrlich und mit viel Humor nimmt sie die Leserinnen und Leser mit in ihre Welt und berichtet von ihren Erfahrungen mit Binge Eating, ihrem Verhältnis zum eigenen Körper, Selbstzweifeln und den vielen Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg begleiten.

Dabei geht es nicht nur um die Essstörung, sondern auch um weitere gesundheitliche Themen wie Lipödem, den Umgang mit Vorurteilen und die täglichen Hürden, die damit verbunden sind.

Jana zeigt sehr eindrucksvoll, wie schwierig der Weg zu mehr Selbstakzeptanz sein kann und wie viel Mut es braucht, sich diesen Themen zu stellen.

Trotz der ernsten Inhalte erzählt sie ihre Geschichte mit einer guten Portion Humor, viel Selbstreflexion und einer großen Offenheit. Sie berichtet von Rückschlägen, aber auch von kleinen Fortschritten und davon, wie wichtig es ist, sich selbst anzunehmen. Ein Buch über Verletzlichkeit, Mut und die Erkenntnis, dass man nicht erst perfekt sein muss, um wertvoll und liebenswert zu sein.


Mein erster Leseeindruck:

Dieses Buch hat mich von Anfang an durch seine Ehrlichkeit berührt. In vielen Passagen konnte ich mich wiederfinden und es hat mir auf eine besondere Art den Spiegel vorgehalten. Auch ich lebe seit meiner Kindheit mit einer Essstörung, die damals allerdings nie als solche erkannt oder benannt wurde. Erst mit etwa 50 Jahren wurde mir bewusst, was eigentlich dahintersteckte. Viele Probleme wurden in meiner Kindheit mit Essen überdeckt und dadurch irgendwie erträglicher gemacht. In unserer Familie haben wir Frauen nie richtig gelernt, Nein zu sagen, Grenzen zu setzen oder Dinge zu verändern, die uns nicht gutgetan haben. Vieles wurde akzeptiert, statt hinterfragt.

Mein ganzes Leben lang habe ich mit meinem Gewicht gekämpft und dadurch natürlich auch gesundheitliche Folgen erfahren. Manche „Geister“ aus der Vergangenheit und Gegenwart begleiten mich noch heute und sind Themen, mit denen ich mich auseinandersetze.

Gerade deshalb hat mich Janas Geschichte so berührt. An manchen Stellen habe ich innegehalten und nachgedacht. Gleichzeitig habe ich mich für Jana gefreut, dass sie sich schon viel früher auf den Weg gemacht hat, sich ihren eigenen Mustern und inneren Kämpfen zu stellen.

Ich bewundere ihren Mut und ihre Offenheit, dieses wichtige Thema öffentlich zu machen.
Damit gibt sie vielen Mädchen und Frauen das Gefühl, nicht allein zu sein, und macht Mut, sich selbst mit mehr Verständnis und Liebe zu begegnen.


Eine Stelle aus dem Buch in meinen Worten (wegen Urheberrecht):

Besonders nachdenklich gemacht haben mich Janas Gedanken auf den Seiten 151–153. Sie fragt sich, wann sie eigentlich zum ersten Mal ein eigenes Ziel hatte. Eines, das nur ihr selbst und ihrer Zukunft galt und nicht den Erwartungen oder Bedürfnissen anderer.

Dieser Gedanke hat mich tief berührt, weil ich mich darin wiedergefunden habe. Oft hatte ich das
Gefühl, den eigenen Wünschen hinterherzuhinken, immer wieder von vorne anfangen zu müssen und viel Energie in die Ziele anderer zu investieren.

Ebenso tröstlich fand ich Janas Erkenntnis, dass wir im Vergleich zur Welt nur ein Wimpernschlag sind und es dem Planeten letztlich egal ist, was wir alles schaffen oder eben nicht. Dieser Gedanke nimmt Druck heraus und erinnert daran, dass wir unser Leben nicht an Perfektion messen müssen.


Welche Themen standen im Vordergrund?

  • Binge Eating (Essstörung)
  • Selbstakzeptanz und Selbstliebe
  • Lipödem und gesundheitliche Herausforderungen
  • Mut und Offenheit
  • Umgang mit Vorurteilen


Mein persönliches Fazit:

Wer eine wahre Geschichte mit Tiefgang, Ehrlichkeit und einer guten Portion Humor lesen möchte
und vielleicht selbst mit ähnlichen Themen vertraut ist, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. "Jana, 39, ungeküsst" regt zum Nachdenken an und zeigt auf berührende Weise, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Es macht Mut, sich den eigenen Herausforderungen zu stellen, nicht aufzugeben und Schritt für Schritt zu lernen, sich selbst anzunehmen und weniger an sich zu zweifeln.


Meine Empfehlung/Bewertung:

(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)

⭐⭐⭐⭐⭐  (5 von 5)





Meine 9. Rezension führt mich zu einem besonderen Roman: Hab keine Angst, mein Mädchen.
Mit viel Humor und einem herrlich lockeren Ton erzählt das Buch eine Geschichte mit ernstem Hintergrund. Gerade dieser Spagat zwischen Leichtigkeit und Tiefgang hat mich beim Lesen besonders beeindruckt.


Wenn Du mit mir über die Bücher diskutieren magst, schreib mich gerne an. Oder hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder Instagram unter dem Beitrag mit dem Link zum jeweiligen Blog. Ich freu mich!


Beste Grüße
Silvia





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*) Bewertungsskala


⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend

Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.


⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert

Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.


⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert

Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.


⭐⭐ 2 Sterne – Solide

Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.


⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall

Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.


Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)


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