Silvias kreativer Blog
Das weiße Kleid des Todes - Julia Spencer-Fleming - Buchrezension
Scheinbar war das mein Glückstag!
Ich war eigentlich nur auf dem Weg zu meinem Donaupark-Spaziergang. Dort gibt es eine Bank, auf der immer wieder „Verschenkt-Bücher“ und andere Dinge abgelegt werden. Und tatsächlich lagen dort gleich
9 Bücher, deren Beschreibungen mich allesamt neugierig gemacht haben. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe mich erst einmal eingedeckt. Wenn ich die Bücher gelesen habe, werden sie natürlich wieder „ausgewildert“, damit auch andere Leserinnen und Leser ihre Freude daran haben.
Meine 17. Rezension ist also wieder ein Buch aus echtem Papier und dazu noch ein richtig spannender Kriminalroman: "Das weiße Kleid des Todes" von Julia Spencer Fleming.

Das weiße Kleid des Todes
Autorin: Julia Spencer-Fleming
Titel:
Das weiße Kleid des Todes
Kategorie:
Kriminalroman
Seiten:
479
Erscheinungsdatum:
Oktober 2005
Lesezeit:
20.08. bis 01.09.2026
Daheim gestartet und in der Klinik weiter gelesen. Man hat da ja viel Zeit zum Lesen.
Gefunden auf der Parkbank mit den "Verschenkt"-Büchern.
Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):
Eine junge Frau wird tot im Schnee gefunden, während ihr neugeborenes Baby vor einer Kirche ausgesetzt wurde. Auf einem Zettel im Körbchen wird darum gebeten, einem kinderlosen Paar die Adoption des Babys zu ermöglichen. Pastorin Clare und Polizeichef Russ suchen gemeinsam nach dem Vater und auch nach dem Mörder und stoßen dabei auf viele Verstrickungen und dunkle Familiengeheimnisse.
Mein erster Leseeindruck:
Das weiße Kleid des Todes hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte beginnt direkt spannend und hat mich sofort neugierig gemacht, wie die Ereignisse zusammenhängen.
Ein totes Mädchen im Schnee, ein ausgesetztes Baby und jede Menge Fragen. Da wollte ich natürlich wissen, was dahintersteckt. Die Spannung bleibt dabei durchgehend erhalten und immer wieder kommen neue Informationen dazu. Besonders gut gefallen hat mir das ungewöhnliche Ermittlerduo aus Pastorin Clare und Polizeichef Russ. Die beiden sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber gut.
Für mich ein Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte und bei dem ich unbedingt wissen wollte,
wie alles zusammenhängt.
Eine besondere Stelle aus dem Buch:
Auf Seite 174: Bei einer kleinen Szene zwischen Doktor Ann und Clare musste ich richtig schmunzeln. Die beiden unterhalten sich über einen verwöhnten reichen Jungen, der mit dem Mordopfer in Verbindung steht. Doktor Ann erzählt dabei ganz trocken, dass sie bei der Erziehung ihrer Kinder eine alte chinesische Tradition befolgt: bloß nichts zu Nettes über die eigenen Kinder sagen, damit keine bösen Geister auf sie aufmerksam werden. Während sie das erzählt, nimmt sie ihren Sohn in den Arm und drückt ihn an sich. Er kommentiert das natürlich prompt in seiner Jugendsprache und seine Mutter übersetzt das Ganze augenzwinkernd als seine Art zu sagen: „Ich hab dich lieb.“
Ich fand diese Szene einfach herrlich. Vor allem, weil hinter dem ganzen Spruch eigentlich ganz viel Liebe steckt. Und ich musste sofort denken: Gut, dass sie das mit den bösen Geistern nicht wirklich ernst meint. Denn ich persönlich pfeife auf böse Geister. Die würde ich schon verjagen. Ich finde, man sollte seinen Kindern ruhig sagen, was man an ihnen mag und was sie gut machen. Lob, liebe Worte und eine Umarmung können meiner Meinung nach gar nicht oft genug kommen. Auch wenn die Kinder irgendwann groß sind und vielleicht so tun, als wäre ihnen das peinlich.
Welche Themen standen im Vordergrund?
- Mord und Ermittlungen
- Familiengeheimnisse
- Vertrauen und Misstrauen
- Schuld und Verantwortung
Mein persönliches Fazit:
Das Buch ist für mich ein richtig spannender Krimi, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Schon der Einstieg macht neugierig und die Spannung bleibt über die ganze Geschichte hinweg erhalten.
Besonders gefallen hat mir, dass immer wieder neue Fragen auftauchen und man als Leser ständig miträtseln kann. Auch die beiden Hauptfiguren Clare und Russ fand ich sehr sympathisch und ihre Zusammenarbeit hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist aufregend, abwechslungsreich und hat einige Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Genau so muss ein Krimi für mich sein: er soll fesseln, gut zu lesen sein und mit einer Geschichte, bei der man unbedingt wissen möchte, wie sie ausgeht.
Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende Krimis mit interessanten Charakteren und einer guten Portion Geheimnisse mögen.
Meine Empfehlung/Bewertung:
(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)
⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5)
Für meine 18. Rezension habe ich wieder zu einem E-Book gegriffen, meinem zweiten digitalen Buch.
Und dieses hat mich wirklich überrascht: ein verstörender, gleichzeitig aber absolut spannender Thriller, der mich emotional durch einige Höhen und Tiefen geführt hat.
Seid gespannt auf meine nächste Rezension zu
„Das gute Mädchen“ von
Michelle Dunne.
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Beste Grüße
Silvia
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*) Bewertungsskala
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend
Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.
⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert
Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.
⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert
Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.
⭐⭐ 2 Sterne – Solide
Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.
⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall
Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.
Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)











