Silvias kreativer Blog
Mord im Nachbardorf - Stella Cameron - Buchrezension
Mein 25. Buch habe ich auf meiner Lieblingsbank zwischen zwei großen Bäumen gelesen. Inzwischen ist dort mein Lieblingsplatz zum Lesen im Krankenhaus geworden. Hier ist es wunderbar still, ich genieße den Blick auf Donaustauf und die Burg und lasse meine Gedanken schweifen. Von hier oben wirken die Menschen unten ganz klein. Manchmal frage ich mich, was sie wohl gerade erleben und welche Geschichten sie erzählen könnten. Genau solche Gedanken passen für mich wunderbar zum Lesen und zum Eintauchen in andere Welten. Beim letzten Mal habe ich angekündigt, dass ich zwischen zwei Büchern wählen wollte. Entschieden habe ich mich nun für das E-Book „Mord im Nachbardorf“ von Stella Cameron. Während beim Lesen um mich herum alles friedlich wirkt, geht es in meiner Geschichte natürlich um etwas ganz anderes: einen Mord! Und über meine Eindrücke dazu erzähle ich heute in meiner 25. Rezension.

Mord im Nachbardorf
Autorin: Stella Cameron
Titel:
Mord im Nachbardorf
Kategorie:
Britischer Krimi
Seiten:
ca. 457 - kommt auf die Schriftgröße an
Erscheinungsdatum: 21.09.2026
Lesezeit:
19.09. bis 24.09.2026
Mein sechstes E-Book - Plattform: Digital Publishers
Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):
Sid Gammage arbeitet als Lastwagenfahrer und nimmt zusätzliche Aufträge an, um sich und seine beiden Söhne über Wasser zu halten. Die Familie lebt eher zurückgezogen. Doch als sein Sohn Kyle im Nachbardorf eine Leiche entdeckt, geraten die beiden Brüder plötzlich in den Fokus der Polizei.
Alex Duggins hat eigentlich genug von Mordfällen und möchte die Ermittlungen diesmal ganz der Polizei überlassen. Doch als sie erfährt, dass der Fund mit ihrem Freund Tony und den beiden Jungen verbunden ist, kann sie sich nicht einfach heraushalten. Sie will Kyle und seinen Bruder schützen und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Dabei verschweigt Alex wichtige Informationen und bringt sich selbst in
eine schwierige Lage. Denn je mehr sie über den Fall herausfindet, desto größer wird die Frage, wem sie überhaupt noch vertrauen kann. Zwischen neugierigen Dorfbewohnern, Geheimnissen und jeder Menge Verdächtigungen muss Alex herausfinden, was wirklich hinter dem Mord steckt. Denn manche Geheimnisse können mehr kosten als nur den guten Ruf. Plötzlich geht es um weit mehr als die Aufklärung eines Verbrechens...
Mein erster Leseeindruck:
Der Einstieg hat sich für mich stellenweise etwas gezogen. Besonders Sids Rolle bleibt lange im Hintergrund, sodass ich mich irgendwann gefragt habe, was er eigentlich mit dem Fall zu tun hat. Hier hätte ich mir gewünscht, dass dieser Zusammenhang früher hergestellt wird und sich schneller ein roter Faden erkennen lässt. Zur Mitte hin wurde die Geschichte dann deutlich spannender und ich wollte wissen, wie sich die verschiedenen Hinweise und Geheimnisse miteinander verbinden. An einigen Stellen hätte man für meinen Geschmack etwas schneller zum Punkt kommen können, grundsätzlich hat mich der Kriminalfall aber gut unterhalten. Gut gefallen hat mir wieder, dass es sich zwar um den vierten Band der Reihe handelt, der Fall aber problemlos eigenständig gelesen werden kann. Etwas ärgerlich fand ich dagegen, dass es sich um eine überarbeitete Neuauflage von „Kein Wort zum Mord“ handelt und mir trotzdem mindestens zwölf Tippfehler aufgefallen sind. Gerade bei einer überarbeiteten Ausgabe hätte ich hier mehr Sorgfalt erwartet. Insgesamt eine spannende Geschichte, die zwar etwas Anlauf braucht, mich zur Mitte hin aber doch gut unterhalten hat.
Eine Stelle, die ich sehr gut nachvollziehen kann:
Auf etwa Seite 273 sitzen Tony und Alex mit Sid bei einem Kaffee. Sid wirkt völlig erschöpft und wird mit einem Satz beschrieben, der mir sofort bekannt vorkam: „Zu müde, um zu schlafen, zu erschöpft, um wach zu bleiben.“ Diese wenigen Worte haben mich persönlich berührt, weil ich dieses Gefühl durch meine chronischen Erkrankungen selbst kenne und deshalb auch gerade hier in der Klinik bin. Für mich war das eine kleine, aber sehr treffende Stelle in der Geschichte, die sich ganz natürlich in den Roman eingefügt hat und mich trotzdem ganz persönlich erreicht hat, wenn auch aus anderen Hintergründen.
Welche Themen standen im Vordergrund?
- Kleinstadt-Krimi
- Mord und Aufklärung
- Hobbydetektivin
- Britischer Humor
Mein persönliches Fazit:
Unterm Strich ist "Mord im Nachbardorf" eine Geschichte, die sich gut lesen lässt und vor allem mit ihren liebenswerten Charakteren punkten kann. Auch wenn sie für mich einige Längen hatte und nicht ganz meinen persönlichen Lesegeschmack getroffen hat, wurde sie zur Mitte hin deutlich spannender.
Vielleicht war es auch einfach nicht ganz mein Buch zur richtigen Zeit. Trotzdem bereue ich nicht, es gelesen zu haben, denn der Fall hatte durchaus seine spannenden Momente und die Figuren sind mir auf ihre eigene Art sympathisch geworden. Deshalb mein Rat: Mache Dir am besten selbst ein Bild. Geschmäcker sind schließlich verschieden und vielleicht findest Du gerade an dieser Geschichte genau das, was mir an manchen Stellen gefehlt hat.
Meine Empfehlung/Bewertung:
(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)
⭐⭐⭐ (3 von 5)
Bei meiner nächsten Buchauswahl handelt es sich um das Buch
"Die verlorenen Mädchen von Tydeham"
von
Rhys Bowen. Auf der Suche nach einem vermissten Mädchen deckt die Journalistin Liz Houghton auch einen jahrzehntealten Fall auf. In einem verlassenen Dorf verschwanden drei evakuierte Mädchen unter rätselhaften Umständen. In meiner 26. Rezension werde ich darüber mehr schreiben.
Wenn Du mit mir über die Bücher diskutieren magst, schreib mich gerne an. Oder hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder Instagram unter dem Beitrag mit dem Link zum jeweiligen Blog.
Ich freu mich!
Beste Grüße
Silvia
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Schau doch mal vorbei ;-)
*) Bewertungsskala
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend
Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.
⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert
Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.
⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert
Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.
⭐⭐ 2 Sterne – Solide
Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.
⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall
Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.
Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)











