Silvias kreativer Blog
Pretty Girl / Das letzte Bild von ihr - Nancy Savage - Buchrezension
Ich bin selbst überrascht, dass ich heute bereits meine 30. Buchrezension schreibe. Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, zehn Bücher zu lesen. Inzwischen ist daraus ein echter Selbstläufer geworden:
Ein Buch reiht sich ans nächste, als würde ich mich quer durch die Bücherwelt kettenlesen.
Dabei habe ich festgestellt, dass ich tatsächlich besonders gerne zu Thrillern greife. Das überrascht mich ein wenig, denn mein eigenes Leben ist zum Glück eher ruhig und besinnlich. Die Geschichten, die ich lese, möchte ich im wahren Leben ganz bestimmt nicht erleben. Heute stelle ich Euch wieder einen Thriller vor, bei dem ich intensiv mit den Figuren mitgefühlt habe. Ich habe mich immer wieder gefragt, was wohl gerade in ihnen vorgeht, was sie empfinden und was sie in diesen Momenten durchmachen müssen.
Es geht um das E-Book „Pretty Girl – Das letzte Bild von ihr“ von Nancy Savage.

Pretty Girl - Das letzte Bild von ihr
Autorin: Nancy Savage
Titel:
Pretty Girl - Das letzte Bild von ihr
Kategorie:
Psychothriller
Seiten:
ca. 416 - kommt auf die Schriftgröße an
Erscheinungsdatum: 29.10.2026
Lesezeit: 08.10.2026 - 10.10.2026
E-Book: heruntergeladen von der Plattform: Digital Publishers
Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):
Nach ihrer Trennung zieht Ruby mit ihren beiden Kindern in ein altes Haus. Bei den Renovierungsarbeiten entdeckt sie das Foto einer Frau in altmodischer Kleidung, deren Lächeln zunächst glücklich wirkt. Als sie weitere Bilder von anderen lächelnden Frauen findet, erscheint ihr dieses Lächeln jedoch zunehmend unheimlich. Was verbirgt sich dahinter? Während ihre Tochter Mory sich mit der Nachbarsfamilie anfreundet und offenbar Gefühle für den ältesten Sohn entwickelt, erhält Ruby Unterstützung bei der Renovierung von einem sympathischen Mann. Doch die Nachbarn beschuldigen ihn, vor Jahren seine Frau ermordet zu haben. Er selbst behauptet, dass sie sich das Leben genommen hat. Auch die mürrische Nachbarin scheint mehr zu wissen, als sie preisgibt. Dann verschwindet Mory plötzlich und Ruby befürchtet das Schlimmste.
Mein erster Leseeindruck:
Schon zu Beginn nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf und hat mich von Zeile zu Zeile mehr in ihren Bann gezogen. Ich war schnell mitten im Geschehen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Zwar hatte ich anfangs eine Vermutung, in welche Richtung sich alles entwickeln könnte, doch die vielen Verwicklungen haben mich eines Besseren belehrt. Immer wieder kamen neue Zusammenhänge ans Licht, und ich habe versucht, die Puzzleteile zusammenzufügen. Besonders gut hat mir gefallen, dass jede einzelne Figur ihren Platz in der Geschichte hatte und zum Gesamtbild beitrug. Und dann kam dieses Ende, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte! Tatsächlich wieder eines dieser Bücher, bei denen ich am liebsten einfach immer weitergelesen hätte, anstatt es aus der Hand zu legen.
Eine Stelle, die mich ins Grübeln gebracht hat:
Am Ende von Kapitel 32 schenkt Hutch, der Sohn der Nachbarn, Mory zum Geburtstag eine filigrane Kette. Er legt sie ihr um und grinst sie dabei an. Er findet, dass sie ihr ganz besonders gut steht. Stunden später liegt Mory im Bett und denkt an sein Grinsen zurück. Doch gleichzeitig spürt sie eine seltsame Schwere in ihrer Brust, die sich beinahe erstickend anfühlt. Hutch ist einer der besten Menschen, die sie je kennengelernt hat. Er ist nicht nur lieb, süß und umwerfend, sondern besitzt auch eine beinahe kindliche Unschuld. Und genau das scheint Mory schwer auf dem Herzen zu liegen: Ausgerechnet sie wird es sein, die ihm
„diese Unschuld in tausend Stücke reißen wird“.
An dieser Stelle habe ich mich gefragt: Warum? Bis dahin hatte es für mich den Anschein, als würden sich zwischen den beiden zarte Gefühle entwickeln. Umso mehr hat mich dieser Gedanke von Mory überrascht. Was steckt dahinter, und warum glaubt sie, Hutch so sehr verletzen zu müssen? Natürlich wollte ich unbedingt weiterlesen!
Welche Themen standen im Vordergrund?
- Neuanfang
- verschwundene Frauen
- Vertrauen, Verrat und falsche Verdächtigungen
- Morde
Mein persönliches Fazit:
Bei einem guten Thriller kann ich kaum Nein sagen. Wenn er dann auch noch so clever durchdacht ist wie „Pretty Girl“, bin ich voll und ganz in meinem Element. Die Geschichte ist von Anfang an spannend, hält einige Gänsehautmomente bereit und versteht es, mich immer wieder auf die falsche Fährte zu locken.
Besonders liebe ich Thriller, die bis zum Schluss überraschend bleiben und selbst im letzten Absatz noch eine Wendung bereithalten, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Genau das hat mich hier begeistert! Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt und wurde am Ende überrascht zurückgelassen.
Für alle, die spannende Geschichten mit unerwarteten Wendungen lieben, ist dieses Buch absolut lesenswert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Meine Empfehlung/Bewertung:
(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)
⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5)
Das nächste Buch, das ich lese, ist „Das kleine Selbst und sein Freund namens Ego“ von Markus Köhnlein. Der Autor ist persönlich auf mich zugekommen und hat mich um eine Rezension gebeten. Eine scheinbar einfache, fast märchenhafte Geschichte, die uns auf eine tiefgründige Reise zum eigenen Selbst und zum Ego mitnimmt. Doch wie funktioniert unser Ego eigentlich, und wie sehr beeinflusst es unser Denken und Handeln? In meiner 31. Buchrezension erzähle ich Dir, welche Gedanken mich beim Lesen begleiten und was ich aus dieser besonderen Geschichte für mich mitnehme. Sei gespannt!
Wenn Du mit mir über die Bücher diskutieren magst, schreib mich gerne an. Oder hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder Instagram unter dem Beitrag mit dem Link zum jeweiligen Blog.
Ich freu mich!
Beste Grüße
Silvia
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Schau doch mal vorbei ;-)
*) Bewertungsskala
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend
Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.
⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert
Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.
⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert
Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.
⭐⭐ 2 Sterne – Solide
Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.
⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall
Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.
Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)











