Silvias kreativer Blog
Das kleine Selbst und sein Freund namens Ego - Markus Köhnlein - Buchrezension
In meiner 31. Rezension stelle ich ein Buch vor, das sich deutlich von den zuletzt gelesenen unterscheidet: „Das kleine Selbst und sein Freund namens Ego“ von Markus Köhnlein. Eine Art Märchen, das zum Nachdenken einlädt und sich auf philosophische Weise mit dem Leben beschäftigt.
Der Autor ist auf mich aufmerksam geworden, nachdem er meine Rezension zu „Das Café am Rande der Welt“ gelesen hatte. Seine E-Mail enthielt so schöne und wertschätzende Worte, dass mich seine Nachricht nicht nur berührt, sondern auch neugierig auf sein Buch gemacht hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass er mir sein Werk zur Verfügung gestellt hat. Er ist übrigens Yogalehrer und Autor.
Mit seinem Buch möchte
Markus Köhnlein einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt leisten. Ein schöner Gedanke, der mich dazu eingeladen hat, mich auf eine etwas andere Art von Geschichte einzulassen.
Heute möchte ich Dir davon erzählen.

Das kleine Selbst und sein Freund namens Ego
Autor: Markus Köhnlein
Titel:
Das kleine Selbst und sein Freund namens Ego
Kategorie:
Spirituelles und philosophisches Märchen
Seiten:
198
Erscheinungsdatum: 2026
Lesezeit: 13.10. - 14.10.2026
Ein Geschenk vom Autor. Mit einer schönen persönlichen Widmung.
Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):
Das kleine Selbst geht auf Anraten seiner Eltern in einen großen Sandkasten, um zu spielen. Dort trifft es auf das Ego, das sich zu ihm gesellt und gemeinsam mit ihm ein Spiel beginnt. Dabei geht es um menschliche Schwächen und Laster wie Hochmut, Selbstsucht, Habgier, Neid und Schuld.
Eine der Geschichten handelt von zwei Brüdern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Einer von ihnen ist neidisch auf den anderen, und so nimmt das Geschehen seinen Lauf. Mit Folgen, die alles andere als gut sind. Doch wie es bei Märchen oft ist, kann man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und ganz unterschiedliche Lehren daraus ziehen. In weiteren kleinen Märchen erlebt das kleine Selbst, wie menschliche Eigenschaften das Denken und Handeln beeinflussen und welche Folgen daraus entstehen können. Die einzelnen Geschichten hängen miteinander zusammen und zeigen, wie Entscheidungen und Verhaltensweisen den weiteren Verlauf bestimmen. Mit jeder Geschichte geht es dem kleinen Selbst schlechter. Das Ego erklärt ihm, dass jedes Spiel Konsequenzen hat, die es selbst tragen muss. Doch ist das wirklich die einzige Möglichkeit, die Dinge zu betrachten? Plötzlich kommt Pneuma ins Spiel und eröffnet dem kleinen Selbst eine ganz andere Sichtweise. Es betrachtet die Situationen aus einem anderen Blickwinkel und geht mit den Herausforderungen anders um als das Ego. Das gefällt diesem natürlich überhaupt nicht. Nun stellt sich die spannende Frage: Auf welche Stimme wird das kleine Selbst am Ende hören? Auf Ego oder auf Pneuma? Und welche Folgen wird seine Entscheidung für den Ausgang der Geschichte haben?
Mein erster Leseeindruck:
Der Einstieg in das Buch hat mir ganz gut gefallen, auch wenn ich zunächst noch nicht wusste, wohin mich die Geschichte führen würde und ob ich die Botschaft am Ende wirklich verstehen würde. Doch dann begannen die „Spiele“ in Form kleiner Geschichten, die mich von einer zur nächsten mehr verzaubert haben. Ich wollte immer weiterlesen, denn nach und nach wurden die Zusammenhänge klarer und ich konnte mir bereits vorstellen, in welche Richtung sich das Ende entwickeln könnte.
Für mich ist es ein sehr besinnliches Buch, das dazu einlädt, über die eigene Sichtweise auf das Leben und den Umgang mit anderen Menschen nachzudenken. Welche Haltung nehmen wir ein? Wie beeinflusst sie unsere Entscheidungen und damit auch unser eigenes Leben? Mich hat das Buch wirklich begeistert. Die liebevoll erzählten Geschichten und der bezaubernde Schreibstil haben mich in ihren Bann gezogen. Es ist ein Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern das auch dazu anregt, innezuhalten und über sich selbst und die eigene Sicht auf die Welt nachzudenken.
Eine Stelle, über die ich besonders nachdenken musste:
Auf Seite 129 hat mich eine Stelle besonders zum Nachdenken gebracht. Das kleine Selbst durchlebt immer wieder neue Spiele, schlüpft in unterschiedliche Rollen und versucht sogar, dieselbe Rolle immer wieder besser zu spielen. Doch das Ego erinnert es unermüdlich an seine Fehler und lässt es glauben, dass es niemals frei sein kann.
Aber muss das wirklich so sein? Müssen wir für immer an unseren Fehlern festhalten und uns von ihnen bestimmen lassen? Oder dürfen wir auch einmal loslassen, aus unseren Erfahrungen lernen und die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten? Genau dieser Gedanke hat mich sehr angesprochen. Ich finde es spannend, wie sehr unsere eigene Sichtweise beeinflusst, wie wir uns fühlen und wie wir mit uns selbst umgehen. Wenn wir ständig nur auf unsere Fehler schauen, übersehen wir vielleicht all das Gute, das ebenfalls in uns steckt. Wir müssen nicht perfekt sein, um unseren Frieden
zu finden. Vielleicht beginnt dieser Frieden genau dort, wo wir aufhören, uns selbst ständig zu verurteilen.
Für mich zeigt diese Stelle sehr eindrücklich, wie sehr wir uns in unseren eigenen Gedanken und Bewertungen verfangen können. Und sie hat mich daran erinnert, dass es sich lohnt, auch einmal eine andere Stimme in uns zuzulassen. Eine, die uns nicht verurteilt, sondern uns neue Wege zeigt.
Welche Themen standen im Vordergrund?
- Ego und Selbstbild
- Menschliche Schwächen und Laster
- Schuld und Selbstverurteilung
- Perspektivwechsel und Selbsterkenntnis
- Innerer Frieden und persönliche Freiheit
Mein persönliches Fazit:
Ein wunderschönes, besinnliches Buch, das ich von Herzen empfehlen kann! Besonders für Menschen,
die sich gerne mit philosophischen Fragen beschäftigen, diese aber lieber in zugänglichen Geschichten
als in komplizierten Erklärungen entdecken möchten, ist es eine wunderbare Lektüre.
Markus Köhnlein zeigt auf einfühlsame Weise, wie unser Ego unser Denken und Handeln beeinflusst und wie wertvoll es sein kann, die Perspektive zu wechseln. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger regt er dazu an, sich selbst und den Umgang mit anderen Menschen zu hinterfragen und vielleicht einen Weg zu mehr innerem Frieden zu finden. Ich habe das Buch mit einem ganz besonderen Gefühl beendet: einer wohltuenden Ruhe in mir und einem Lächeln auf den Lippen. Das Ende hat mich auf eine leise, schöne Weise berührt und noch ein bisschen nachwirken lassen.
Meine Empfehlung/Bewertung:
(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)
⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5)
Nachdem mich Rhys Bowen bereits mit „Die verlorenen Mädchen von Tydeham“ begeistern konnte, habe ich mir bei Digital Publishers erneut ein E-Book von ihr heruntergeladen. Diesmal geht es in „Mord auf Ellis Island“ um Molly Murphy, die plötzlich zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall wird. Mit irischem Charme und einer guten Portion Witz gelingt es Molly, von Ellis Island zu entkommen. Nun möchte sie ihre Unschuld beweisen, doch ihre Vergangenheit ist ihr dicht auf den Fersen. „Mord auf Ellis Island“ ist der erste Band einer mehrteiligen Reihe. Ich bin gespannt, was mich erwartet, und starte heute mit dem Lesen. Vielleicht ist das ja der Beginn einer neuen Lesereihe für mich! Ob mich Molly Murphy überzeugen kann, erzähle ich Dir dann in meiner 32. Rezension.
Wenn Du mit mir über die Bücher diskutieren magst, schreib mich gerne an. Oder hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder Instagram unter dem Beitrag mit dem Link zum jeweiligen Blog.
Ich freu mich!
Beste Grüße
Silvia
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Schau doch mal vorbei ;-)
*) Bewertungsskala
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend
Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.
⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert
Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.
⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert
Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.
⭐⭐ 2 Sterne – Solide
Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.
⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall
Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.
Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)











