Silvias kreativer Blog
AchtNacht - Sebastian Fitzek - Buchrezension
Von Sebastian Fitzek habe ich schon einige Verfilmungen gesehen, aber tatsächlich noch nie ein Buch von ihm gelesen. Das sollte sich während meines Krankenhausaufenthalts ändern.
Als ich beim Einkauf für meine kleine Nervennahrung – Gummibärchen und Cola – am Bücherregal vorbeikam, blieb mein Blick an „AchtNacht“ hängen. Schon die Beschreibung klang
so spannend, dass ich das Buch unbedingt mitnehmen musste. Dabei warten zu Hause noch eine ganze Kiste ungelesener Bücher auf mich, und auch auf meinem E-Book-Reader tummeln sich jede Menge Geschichten, die ich noch lesen möchte. Aber was soll ich sagen? Manchmal muss ein Buch einfach mit. Und bei diesem hier war ich neugierig genug, um meine ohnehin schon viel zu lange Leseliste kurzerhand noch ein bisschen zu verlängern. In meiner 28. Rezension berichte ich nun darüber ....

AchtNacht
Autorin: Sebastian Fitzek
Titel:
AchtNacht
Kategorie:
Psychothriller
Seiten:
400
Erscheinungsdatum: März 2017
Lesezeit: 02.10. bis 04.10.2026
Im Bücherregal entdeckt und selbst gekauft.
Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):
Stell Dir vor, es gäbe eine Todeslotterie, bei der jeder den Namen eines verhassten Menschen einwerfen kann. Am 8. August um 20:08 Uhr wird ein Name gezogen. Die ausgewählte Person ist während der AchtNacht vogelfrei und darf straffrei getötet werden. Als wäre das nicht schon verrückt genug, winken demjenigen, der sein Opfer zur Strecke bringt, zehn Millionen Euro.
In diesem Jahr stehen Ben und Arezu auf der Todesliste. Doch warum wurden ausgerechnet sie ausgewählt? Wer hat ihre Namen eingereicht und welches Motiv steckt dahinter? Während die Jagd beginnt, steht auch Bens Tochter im Mittelpunkt der Ereignisse. Wer steckt hinter diesem grausamen Spiel? Können Ben und Arezu die AchtNacht überleben? Und welche Rolle spielt
Bens Tochter in all dem? Ein ziemlich skurriles und zugleich erschreckendes Experiment läuft
aus dem Ruder.
Mein erster Leseeindruck:
Mein erster Gedanke war tatsächlich: Wie kann man sich nur so etwas ausdenken? Eine Todeslotterie, bei der Menschen plötzlich zu Freiwild werden und andere für ihre Ermordung
auch noch Geld kassieren können. Was für eine grausame Vorstellung! Und doch ist die Geschichte von Anfang an so präzise durchdacht und raffiniert aufgebaut, dass mich die Faszination mit jeder gelesenen Seite mehr gepackt hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt, wer hinter dem Spiel steckt und ob Ben und Arezu eine Chance haben, dieser Hölle zu entkommen. Dabei wurde ich beim Lesen immer fassungsloser. Was Menschen anderen antun können, wenn Geld, Hass und Sensationslust ins Spiel kommen, ist erschreckend. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Immer wieder kamen neue Wendungen dazu, die meine bisherigen Überlegungen ins Wanken brachten und mich weiterlesen ließen. Für mich ist
„AchtNacht“
ein Buch, das einen gleichzeitig abstößt und auch in seinen Bann zieht. Die Idee ist verstörend, die Umsetzung unglaublich spannend und die Frage, wie weit Menschen gehen würden, wenn sie keine Konsequenzen fürchten müssten, bleibt lange im Kopf.
Ein nachdenklicher Satz aus dem Buch:
Auf Seite 104 erhält Ben eine Textnachricht von einem Anwalt, der ihn bittet, zurückzurufen. Er kennt sich mit Mandanten auf der Flucht aus und bietet ihm seine Hilfe an. Doch Ben begegnet dem Angebot mit einer gewissen Skepsis und denkt: (Zitat)
„Mit der Not ist es wie mit dem Erfolg. Beides verschafft dir falsche Freunde und echte Feinde“.
Dieser Satz hat mich nachdenklich gemacht, denn er trifft einen wahren Kern. In schwierigen Zeiten
zeigt sich oft, wer wirklich zu einem hält und wer nur den eigenen Vorteil sucht. Aber auch Erfolg kann Menschen anziehen, die nicht an Dir interessiert sind, sondern an dem, was Du ihnen bieten kannst.
Gerade wenn man verletzlich ist, wird es umso wichtiger, genau hinzusehen und nicht jedem vorschnell
zu vertrauen.
Welche Themen standen im Vordergrund?
- Hass und Rache
- Sensationslust und mediale Hetze
- Menschliche Abgründe und Gewalt
- Vertrauen, Verrat und falsche Freunde
- Moral, Schuld und die Frage, wie weit Menschen gehen würden,
wenn sie keine Konsequenzen fürchten müssten
Mein persönliches Fazit:
Mit „AchtNacht“ hat mich Sebastian Fitzek als Leserin definitiv gewonnen. Was für ein Thriller! Die Idee ist erschreckend und die Handlung raffiniert durchdacht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!
Obwohl ich bereits einige Verfilmungen von Fitzeks Werken gesehen habe, hat mich sein Buch auf ganz andere Weise gepackt. Beim Lesen entsteht eine eigene Vorstellung der Ereignisse, die einen tief in die Geschichte hineinzieht. Und manchmal hat Kopfkino eine ganz andere Atmosphäre, als ein Film.
Wer starke Nerven hat und Thriller liebt, die einen nicht mehr loslassen, sollte „AchtNacht“ unbedingt lesen. Für mich war es ein packendes Leseerlebnis, das mich sprachlos zurückgelassen und meine Neugier auf weitere Bücher von Sebastian Fitzek definitiv geweckt hat.
Meine Empfehlung/Bewertung:
(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)
⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5)
Obwohl mich Stella Cameron mit „Mord im Nachbardorf“ in meiner 25. Rezension nicht ganz so fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte, bekommt sie eine zweite Chance. Schließlich habe ich gleich zwei Bücher von ihr heruntergeladen. In meiner 29. Rezension nehme ich mir deshalb „Die brandheiße Spur“
vor. Darin gerät Hobbydetektivin Alex erneut in einen Mordfall, der diesmal sogar auf gewisse Weise mit
ihr persönlich verknüpft ist. Ob mich Stella Cameron mit dieser Geschichte mehr begeistern konnte und
ob sich das Weiterlesen für mich gelohnt hat, verrate ich Dir beim nächsten Mal.
Wenn Du mit mir über die Bücher diskutieren magst, schreib mich gerne an. Oder hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder Instagram unter dem Beitrag mit dem Link zum jeweiligen Blog.
Ich freu mich!
Beste Grüße
Silvia
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Schau doch mal vorbei ;-)
*) Bewertungsskala
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend
Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.
⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert
Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.
⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert
Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.
⭐⭐ 2 Sterne – Solide
Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.
⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall
Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.
Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)











