Silvias kreativer Blog

Das Glück hat acht Arme - Shelby van Pelt - Buchrezension

Silvia Stangl • 17. Juli 2026

Mit "Das Glück hat acht Arme" stelle ich heute meine sechste Buchrezension in diesem Jahr vor. Lesen ist für mich inzwischen wieder zu einem schönen Bestandteil des Tages geworden. Ich genieße es, in Geschichten einzutauchen, mit den Figuren mitzufühlen und für eine Weile den Alltag auszublenden. Dieses Buch hat mich dabei auf eine ganz besondere Reise mitgenommen.


Collage Neue Wege Neue Möglichkeiten



Das Glück hat acht Arme

Autorin: Shelby van Pelt

Titel: Das Glück hat acht Arme
Kategorie: Roman
Seiten:
  460

Lesezeit: Erste Maiwoche, innerhalb 4 Tagen.

Gefunden habe ich es nagelneu in einer „Zu-verschenken“-Kiste auf einer Parkbank und ich habe mich riesig darüber gefreut. Besonders schön war der Zufall, denn nur wenige Tage zuvor hatte ich gesehen, dass die Verfilmung demnächst auf Netflix erscheint.


Um was geht es in diesem Buch? (Kurzfassung):

Seit dem Tod ihres Mannes führt Tova Sullivan ein ruhiges, eher zurückgezogenes Leben.
Nachts arbeitet sie als Reinigungskraft in einem Aquarium. Dort begegnet sie Marcellus, einem außergewöhnlich klugen Riesenoktopus, der die Menschen aufmerksam beobachtet und sie oft
besser versteht, als sie sich selbst. Zwischen den beiden entwickelt sich auf ihre ganz eigene Weise eine besondere Freundschaft. Tova erzählt Marcellus von ihrem Sohn, der vor vielen Jahren spurlos verschwand und dessen Schicksal sie bis heute nicht loslässt. Während Marcellus die Menschen um sich herum beobachtet, erkennt er nach und nach Zusammenhänge, die anderen verborgen bleiben. Er ist fest entschlossen, Tova dabei zu helfen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.


Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn gerade die vielen kleinen Entdeckungen, die liebenswerten Figuren und die leisen, berührenden Momente machen den besonderen Charme dieser Geschichte aus. Das Glück hat acht Arme erzählt von Freundschaft, Verlust, Hoffnung und der Erkenntnis, dass es nie zu spät sein kann, Antworten zu finden und vielleicht auch das Glück.


Mein erster Leseeindruck:

Das Glück hat acht Arme ist wunderschön leicht, humorvoll und gleichzeitig unglaublich berührend geschrieben. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und hätte am liebsten noch viel länger Zeit mit den liebenswerten Figuren verbracht. Besonders gerne lese ich Geschichten, in denen sich Vergangenheit und Gegenwart nach und nach miteinander verweben. Ich mag es, wenn sich zunächst lose Fäden langsam zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen und am Ende alles seinen Platz findet. Genau das ist diesem Roman auf wunderbare Weise gelungen.


Und dann kam der Film:
Natürlich wollte ich mir nach dem Buch auch die Verfilmung ansehen. In der Hauptrolle überzeugt
Sally Field als Tova Sullivan mit einer wunderbaren, warmherzigen Ausstrahlung, die für mich perfekt zur Figur passt. Die Geschichte wurde liebevoll umgesetzt und hat, genau wie das Buch, viel Herz. Dennoch haben mir einige Passagen gefehlt, die mich beim Lesen besonders berührt haben. Manche Szenen wurden gekürzt, andere leicht verändert oder ganz weggelassen. Gerade diese kleinen Momente haben für mich den besonderen Zauber der Geschichte ausgemacht. Natürlich ist mir bewusst, dass sich ein Buch nie eins zu eins verfilmen lässt. Trotzdem ist es schade, wenn Lieblingsstellen der Schere zum Opfer fallen.

Unterm Strich war es aber ein rundum schöner Filmabend. Die Verfilmung erzählt eine warmherzige Geschichte über Menschlichkeit, Hoffnung und Freundschaft. Ganz ohne übertriebene Dramatik, Intrigen oder künstliche Spannung. Stattdessen nimmt sie sich Zeit für leise Töne und erinnert daran, wie wohltuend Geschichten sein können, die einfach das Herz berühren. Für mich absolut sehenswert.


Eine besondere Erkenntnis:

Besonders berührt haben mich Marcellus’ Beobachtungen über die Menschen.
Ausgerechnet ein Oktopus erkennt, was viele Menschen oft vergessen: dass jeder mit seinen eigenen unsichtbaren Kämpfen lebt und dass Nähe und Verbundenheit manchmal dort entstehen, wo man sie am wenigsten erwartet.


Welche Themen standen im Vordergrund?

  • Trauer und Verlust
  • Neuanfang und zweite Chancen
  • Freundschaft und unerwartete Begegnungen
  • Erinnerungen und persönliche Lebensgeschichten
  • Hoffnung und Heilung


Mein persönliches Fazit:

Eine wunderschöne, warmherzige Geschichte, die mein Herz berührt, mich zum Nachdenken gebracht und mir viele schöne Momente geschenkt hat. Ein Buch zum Lächeln, Mitfühlen und Innehalten. Unbedingt lesen, wenn man seinem Herzen eine kleine Streicheleinheit schenken möchte.


Meine Empfehlung/Bewertung:

(Bewertungsskala siehe ganz unten im Blog*)

⭐⭐⭐⭐ ⭐ (5 von 5)





Das nächste Buch "Fifty Fifty" entführt in einen packenden Justiz-Thriller rund um zwei angeklagte Schwestern. Eine sagt die Wahrheit, eine trägt Schuld. Doch wer ist wer? In der nächsten Buchrezension werde ich Dir darüber berichten.


Wenn Du mit mir über die Bücher diskutieren magst, schreib mich gerne an. Oder hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder Instagram unter dem Beitrag mit dem Link zum jeweiligen Blog. Ich freu mich!


Beste Grüße
Silvia





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*) Bewertungsskala


⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne – Herausragend

Ein Buch, das ich nicht vergesse. Stil, Figuren, Story und Sprache sind herausragend.


⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne – Sehr lesenswert

Starke Handlung, interessante Themen, uneingeschränkt empfehlenswert.


⭐⭐⭐ 3 Sterne – Lesenswert

Hat mich gut unterhalten, mit Höhen und Tiefen – empfehlenswert, aber nicht überwältigend.


⭐⭐ 2 Sterne – Solide

Gute Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend.


⭐ 1 Stern – Nicht mein Fall

Hat mich leider nicht erreicht, weder Stil noch Inhalt konnten mich überzeugen. Dennoch zu Ende gelesen.


Kein Stern - Nicht weiter gelesen (maximal 1 oder 2 Kapitel)


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